Depressionen
Woran erkennt man Depressionen?
Informationen von Dr. Rolf Merkle, Psychotherapeut
Jährlich leiden etwa 6 Millionen Menschen in Deutschland unter einer Depression und etwa 17 Prozent der Bevölkerung erkranken mindestens einmal in ihrem Leben an einer behandlungsbedürftigen Depression. Wenn Sie unter Depressionen leiden, dann sind Sie also nicht alleine. Vor allem aber: es gibt Hilfe, wirkungsvolle Hilfe. Depressionen lassen sich sehr gut behandeln. Nachfolgend finden Sie Informationen zu den Symptomen von Depressionen. Weitere Informationen zu Depressionen
Symptome bei Depressionen
Depressionen können sich in unseren Gedanken, in unserem Körper, in unseren Gefühlen und unserem Verhalten bemerkbar machen.
Gedanken bei Depressionen:
- endloses Grübeln
- Konzentrationsschwierigkeiten
- Hoffnungslosigkeit:
- Wir sehen unsere Situation und unsere Zukunft als ausweglos
und uns selbst als wertlos.
- Wir machen uns selbst Vorwürfe.
- Minderwertigkeitsgefühle
- Entscheidungsschwierigkeiten
Körperliche Reaktionen bei Depressionen:
- Appetitverlust oder Heißhunger
- Schlafstörungen
- Kopfschmerzen
- Schmerzen im Nacken, in den Schultern
- Unruhe, Kribbeln, Ziehen im Körper
- Herzstechen und Rasen
- Schwindel, Augenflimmern
- Zittern, kalte Hände oder Hitzewallungen
- Druckgefühl in der Brust
- Kloßgefühl im Hals
- Magendruck
- Durchfall, Verstopfung
- das sexuelle Verlangen nimmt ab
Gefühle bei Depressionen:
- Antriebslosigkeit
- Verzweiflung
- Angst vor dem Tag,
- Angst, alles nicht zu schaffen
- Angst, überfordert zu sein
- Einsamkeitsgefühle
- Niedergeschlagenheit
- Lustlosigkeit
- Schuldgefühle
- Minderwertigkeitsgefühle,
- Pessimismus
- Gereiztheit
- Unfähigkeit sich zu freuen
Unser Verhalten bei Depressionen:
- Antriebsmangel
- Rückzug von anderen
- Weinen
- Kleinste alltägliche Verrichtungen fallen schwer
- Hobbys werden aufgegeben
- verminderter Appetit
Angst und Depressionen
Wenn man unter Depressionen leidet, dann werden diese immer auch von Angst begleitet. Die Angst bezieht sich meist auf den Alltag und seine Bewältigung. Man hat Angst aufzustehen und den Tag nicht zu bewältigen. Man hat Angst, überfordert zu werden. Hinzu kommt die Angst, nie mehr aus seinen Depressionen herauszukommen und für immer mit ihnen leben zu müssen. Diese Ängste sind Ausdruck einer generellen Hilflosigkeit und Ohnmacht, die mit Depressionen einhergehen. Häufig kommt noch die Angst hinzu, den Partner oder seine Arbeit zu verlieren.